Das Shurangama-Sutra gehört zu den tiefgründigsten Texten des ostasiatischen Mahāyāna-Buddhismus.
Es richtet den Blick nicht auf Lehrmeinungen, sondern auf das unmittelbare Erkennen selbst.
Immer wieder führt es an den Punkt zurück, an dem wir bemerken, dass das, worauf wir uns im Wahrnehmen, Denken und Üben stützen, nicht trägt.
Diese hier entstehende Fassung ist keine kanonische Übersetzung
und kein abgeschlossenes Werk.
Sie versteht sich als Arbeits- und Studienübersetzung,
die Schritt für Schritt im Dialog mit dem chinesischen Original wächst.
Übersetzen bedeutet hier nicht, eine endgültige Form festzuschreiben, sondern zu prüfen, zu lauschen, zu klären – und Formulierungen wieder loszulassen, wenn sich das Verständnis vertieft.
Diese Seite ist daher kein Ort der Vollständigkeit, sondern ein Studienraum. Einzelne Abschnitte dürfen für sich stehen. Auch ein fragmentarisches Lesen ist ausdrücklich möglich.
Das Sutra selbst weist darauf hin, dass Erkenntnis nicht durch Anhäufung von Wissen entsteht, sondern durch das Durchschauen falscher Identifikation.
In diesem Sinn versteht sich auch diese Arbeit:
nicht als Autorität,
sondern als Einladung zur gemeinsamen Klärung.
Der Zugang kann über das Hören und Sehen erfolgen –
oder über das stille Lesen.
Lesefassung & Studienformat
Lesefassung
Neben dem Studienformat steht eine fortlaufende Lesefassung zur Verfügung. Sie lädt dazu ein, den Text ohne Kommentar und ohne analytische Unterbrechung zu lesen.
Diese Lesefassung ist ebenfalls eine Arbeitsfassung. Sie erhebt keinen Anspruch auf Endgültigkeit und kann sich im Verlauf des weiteren Studiums verändern.
Sie dient nicht der Erklärung, sondern dem stillen Mitgehen mit dem Text.
Studienformat
Das Sutra wird darüber hinaus in einem dreispaltigen Studienformat erschlossen:
– der chinesische Originaltext
– eine deutsche Arbeitsübersetzung
– ein begleitender Kommentar
Diese Darstellungsform ermöglicht das parallele Lesen verschiedener Ebenen und unterschiedliche Zugänge zum Text.
Übersetzung und Kommentierung entstehen im dialogischen Arbeiten unter Nutzung digitaler Werkzeuge, einschließlich KI-gestützter Analyse. Künstliche Intelligenz dient dabei als Hilfsmittel, um sprachliche Varianten, Bedeutungsfelder und mögliche Lesarten sichtbar zu machen.
Die Auswahl, Gewichtung und endgültige Formulierung erfolgt stets im menschlichen Prüfen und Verantworten.
Die Kommentare verstehen sich nicht als autoritative Auslegung, sondern als Denk- und Betrachtungsangebote, die den eigenen Zugang zum Text unterstützen sollen.
Aktueller Stand
– Übersetzt: Prolog, Rolle 1 - 4
– Status: in Arbeit
– Letzte inhaltliche Überarbeitung: [Jan. 2026]
Weitere Rollen werden schrittweise ergänzt.
Formulierungen und Kommentare können sich im Zuge des fortlaufenden Studiums verändern.