Mitten auf dem Weg

Haltung und Sammlung

Haltung und Sammlung bilden die körperliche Grundlage vieler meditativer Wege.

Sie betreffen nicht nur den Geist, sondern unmittelbar den Körper, den Atem und das Nervensystem.

Diese Formen der Übung lassen sich nicht vollständig aus Texten oder Videos erschließen. Sie verlangen Achtsamkeit, Geduld und – wo immer möglich – persönliche Begleitung.

Hinweis:

Körper- und Versenkungsübungen können tief wirken.

Ohne erfahrene Begleitung besteht die Gefahr,

Fehlhaltungen zu verfestigen

oder innere Spannungen zu übersehen.

Ban Dao versteht diese Hinweise daher nicht als vollständige Anleitungen, sondern als Orientierung und Einladung,

geeignete Lehrerinnen, Lehrer oder Mentoren aufzusuchen,

denen man vertraut

und die bereit sind, den Übungsweg individuell zu begleiten.

Stehmeditation

Stehen ist keine Vorbereitung auf Praxis.
Es ist bereits Sammlung in aufrechter Form.

Die Stehmeditation schult Verwurzelung, Durchlässigkeit und feine Ausrichtung zwischen Spannung und Loslassen.

Begleitvideo

Dieses Video beleuchtet körperliche Zusammenhänge und ersetzt keine persönliche Anleitung.

Sitzmeditation

Sitzen bietet Stabilität und Ruhe, birgt aber auch die Gefahr des Verkrampfens.

Haltung, Atem und Wachheit stehen hier in einem sensiblen Gleichgewicht.

Gehmeditation

Gehen verbindet Sammlung mit Bewegung.

Sie eignet sich besonders, um Praxis aus der Stille in den Alltag zu überführen und starre Vorstellungen von Meditation zu lösen.

Sammlung und Versenkung

In der buddhistischen Tradition werden Sammlung (Śamatha) und Einsicht (Vipaśyanā) unterschieden.

Ban Dao versteht sie nicht als getrennte Techniken, sondern als sich durchdringende Qualitäten von Übung:

Sammlung ohne Einsicht wird starr,

Einsicht ohne Sammlung bleibt oberflächlich.

Übung ist Beziehung:

Viele der hier angedeuteten Praktiken entfalten ihre Wirkung erst im lebendigen Austausch mit Menschen, die selbst geübt sind und bereit, sich Zeit zu nehmen.

Ban Dao ermutigt daher, Lehrerinnen, Lehrer oder Mentoren zu suchen, denen man vertraut –unabhängig von Schule oder Tradition –

und Übung nicht zu isolieren.